Belastung durch überdüngte Äcker Gefährliches Nitrat im Trinkwasser im SWR Fernsehen in der Landesschau Rheinland-Pfalz

Die Landwirtschaft trägt durch die Düngung maßgeblich zum Nitratgehalt des Grundwassers bei. Denn viele Bauern setzen mehr Dünger ein als ihre Pflanzen benötigen oder aufnehmen können. Der überschüssige Dünger sickert durch tiefere Bodenschichten und reichert sich im Grundwasser und somit auch im Trinkwasser an. Ein Fernsehteam begleitete am 19. Mai die Arbeit des VSR-Gewässerschutzes am Informationsstand und bei der Messung der Selzquelle.  zum Film


Brunnenwasseranalyse Wir untersuchen Brunnenwasser um Informationen über den aktuellen Zustand des Grundwassers im Nord- und Ostsee-Einzugsgebiet zu erhalten. Mit Ausnahme der Donauregion in Baden-Württemberg und Bayern gelangt das Grundwasser in Deutschland über die Flüsse in die Nord- und Ostsee. Je mehr Brunnenbesitzer an unseren Untersuchungen teilnehmen umso besser können wir regionale Belastungen des Grundwasser feststellen. Wir werten die Messergebnisse aus und informieren die Öffentlichkeit über die Ergebnisse.

Informationen zur Untersuchung des eigenen Brunnenwassers finden Sie hier.



Unsere neue Nitratkarte 2015 liegt vor

Es ist erschreckend wie rot die Karte wirkt. In den mit rot markierten Bereichen liegen mindestens ein fünftel der Brunnenwasserproben über den von der EU-Nitratrichtlinie geforderten 50 mg/l Nitrat. In NRW, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen ergaben unsere Messungen sogar in einigen Regionen, dass die Hälfte der Brunnen einen Nitratgehalt von über 50 mg/l aufweisen.

Ohne die EU-Nittratrichtlinie hätten unsere Politiker sich bereits auf eine Novellierung zur Düngeverordnung geeinigt, die kaum zu einer Verbesserung der Nitrat- und Phosphatbelastung unserer Gewässer geführt hätte. Auch wenn der Einfluss der Agrarlobby bei der Novellierung durch die nötige Zustimmung der EU - Kommission geringer wurde - es werden immer noch sinnvolle Veränderungen beim Düngen abgelehnt.

zur Karte im PDF-Format


Neue Nitratkarte vom VSR-Gewässerschutz belegt extreme Grundwasserbelastung in Niedersachsen - besonders betroffen sind die Kreise mit hohen Tierzahlen
Besonders viele Überschreitungen des Grenzwertes der EU-Nitratrichtlinie stellte der VSR-Gewässerschutz in Niedersachsen fest. Im Rahmen des Projektes „Nitratbelastung der Gewässer“ untersuchten die Gewässerschützer privat genutzte Brunnen. Die Ergebnisse ihrer Grundwasseruntersuchungen von 2012 bis 2015 wurden nun ausgewertet und in einer Karte dargestellt. Diese zeigt deutlich, dass bei der ausstehenden Novellierung der Düngeverordnung die Verbesserung der Grundwasserqualität im Vordergrund stehen muss.


Ergebnisse der Grundwasseruntersuchungen 2015 veröffentlicht








08.09.2015 ZDF-Magazin Frontal 21: "Bedrohung durch die Gülleflut"
Wenn Landwirte auf ihren Äckern und Wiesen Gülle ausbringen, sorgt vielerorts nicht nur die Gerichsbelastigung für Ärger. Auch das Grundwasser ist wegen der Nitratbelastung stärker in Gefahr.



13.07.2015 Reporter Dieter Könnes vom WDR (Servicezeit) in Gespräch mit Harald Gülzow zur Nitratbelastung im Grundwasser






Tätigkeitsbericht 2013 - 2014

Der Tätigkeitsbericht liefert einen Überblick der Arbeit vom VSR-Gewässerschutz in den Jahren 2013 bis 2014. Neben einer detaillierten Darstellung der Messfahrten an europäischen Flüssen enthält der Bericht auch eine umfassende Beschreibung der Ziele und Maßnahmen in den drei aktuellen Projekten.

                                   

Messfahrten im Einzugsgebiet der Maas, Rhein, Ems, Weser, Elbe, Peene und Oder

Im Rahmen unserer regelmäßigen Messfahrten werden diese Flüsse, ihre Nebenflüsse und das zusickernnde Grundwasser untersucht. 2015 finden vor allem Messfahrten im Projekt "Nitratbelastung unserer Gewässer" statt. Mit den Untersuchungen wollen wir die Belastungen und ihre Ursachen aufzeigen und so auf die Notwendigkeit einer Wende in der Agrarpolitik hinweisen. 

                                                              

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