CO2-Speicherung in Kohleflözen auch in Deutschland?

Zur Zeit werden zwei Verfahren erforscht, um CO2 in Kohlenflötzen zu speichern und dabei Methan zu gewinnen. mehr

     

                    

Erdgas-Förderer erproben neue Wege: Mit CO2 und viel Chemie zu mehr Ertrag
Risiken für Trinkwasser und Landwirtschaft
                                               

Unter Geheimhaltung werden neue Technologien in der Gasförderung erprobt. Etliche Landesbergämter genehmigen diese Vorhaben ohne Überprüfung auf Umweltrisiken. Sie legalisieren damit nicht nur die Einbringung von Chemikalien oder Kohlendioxid in den Untergrund ohne öffentliche Diskussion über mögliche Risiken für die Trinkwasserversorgung. Auch die Interessen der Landwirtschaft, die auf sauberes Grundwasser angewiesen ist, bleiben außen vor.

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit haben die Gaskonzerne Gas de France Suez und ExxonMobil in den vergangenen Jahren zur Erdgasförderung eine Vielzahl von Chemikalien eingesetzt, um die Förderleistungen zu erhöhen (1). Die bei der Erdgasproduktion mitgeförderten und bei der Erdgasaufbereitung anfallenden Produktionswässer werden in Salzwasseraquifere (mit Salzwasser gefüllte poröse Schichten) oder in die im Druck abgesenkten Öl- und Gaslagerstätten eingepresst (2). Zur Erhöhung der Fördermenge soll zukünftig auch Kohlendioxid (CO2) sowohl zur Ausbeutung konventioneller als auch unkonventioneller Erdgasfelder eingesetzt werden. Bis heute kann keiner ausschließen, dass verschmutztes CO2 oder andere toxische Chemikalien zum Beispiel durch Risse von tektonischen Störungen ins Grundwasser gelangen können. mehr

                             

ExxonMobil gefährdet Grundwasservorräte

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und der VSR-Gewässerschutz warnen vor der Verschwendung sauberen Grundwassers zur Förderung von unkonventionellen Erdgas im Münsterland und in Niedersachsen. Deutschland verfügt im Gegensatz zur USA und Kanada nur über sehr geringe erneuerbare Wasserressourcen. Während durch die Niederschläge diese wieder aufgefüllt werden, reduzieren insbesondere Haushalte, Industrie und Landwirtschaft die Ressourcen erheblich. Pro Kopf und Jahr liegt Deutschland unter einem Drittel des Weltdurchschnitts von 8500 m³, die USA darüber und Kanada sogar zehnmal so hoch. Deutschland zählt heute schon wegen dem ungünstigen Verhältnis von verbrauchten zu nachgelieferten Wasser zu den Ländern mit mittlerem Wasserstreß. „Eine zusätzliche gigantische Wasserentnahme wie sie ExxonMobil für ihre Gasförderung benötigt, kann zur Wasserknappheit führen.“ so Dipl.-Oecotrophologin Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende des VSR-Gewässerschutzes. mehr

                            

Erdgasgewinnung gefährdet Grundwasservorräte

Um unabhängig von Erdgasimporten zu werden, versucht man vermehrt unkonventionelles Erdgas zu erschließen. Hierbei handelt es sich vor allem um Vorkommen von „tight gas“ (Gas in dichtem Gestein) und „shale gas“ (Gas in Schiefergestein). Um dieses gebundene Erdgas gewinnen zu können muss das Gestein aufgespalten und mit Rissen durchzogen werden. Dafür wird Wasser, Sand und unzählige Chemikalien oder auch CO2 in den Untergrund gepumpt. Durch den erzeugten hohen Druck kommt es zu vielen kleinen Erdbeben, die die Gesteinsschichten aufreißen. mehr

                                     

Fracing mit CO2

Zum Aufbrechen des Gesteins um Tight Gas und Shale Gas zu fördern, kann in Zukunft auch CO2 eingesetzt werden. Bei dieser neuen Anwendung wird das Kohlendioxid verdichtet, verflüssigt und von Pumpen durch eine Metallröhre tausende Meter in den Boden gepresst. Die entstehende Druckwelle breitet sich im Untergrund weitflächig aus und dringt bis in die kleinsten Poren. Das Gestein bricht auf und gibt das Erdgas frei. Während dies nach oben gepumpt wird, soll ein Teil des CO2 im Untergrund verbleiben. Das Kohlendioxid aus den Kohlekraftwerken verschwindet dadurch im Untergrund wie bei der zur Zeit diskutierten CO2-Endlagerung. mehr