VSR-Gewässerschutz führt Nitratmessungen an der Rur durch Renaturierungsmaßnahmen verbessern die Wasserqualität

Eine Messfahrt führte der VSR-Gewässerschutz im November 2011 an der Rur durch. Die Vereinsmitglieder wollten ergründen, ob die bisherigen Renaturierungsmaßnahmen an der Rur schon zu einer Reduzierung der Nitratbelastung geführt haben. Die Untersuchungen begannen im Nideggener Ortsteil Brück und führten die Gewässerschützer bis zur Rur-Mündung nach Roermond. mehr

                               

Biogasanlagen gefährden die Wasserqualität der Oste - Lachs und Stör in Gefahr

Im Oktober 2011 führte der VSR-Gewässerschutz Untersuchungen an der Oste durch. Nach Auswertung der Messergebnisse zeigt sich die Gefahr, dass die jetzigen Maßnahmen zur Ansiedlung des Stör in der Oste längerfristig durch eine zu erwartende Verschlechterung der Wasserqualität scheitern könnten. Auch der Erfolg, dass es inzwischen einen sich selbst produzierenden Bestand an Lachsen in diesem Flachlandfluss gibt, ist durch die zahlreichen Genehmigungen für Biogasanlagen im Einzugsgebiet gefährdet. mehr

                              

Messfahrt vom VSR-Gewässerschutz belegt: Sehr hohe Nitratkonzentrationen in der Lippe tragen erheblich zur Belastung der Nordsee bei

Die Wasserqualität der Lippe wurde im letzten Oktober von den Mitgliedern des VSR-Gewässerschutz untersucht. Von der Quelle in Bad Lippspringe bis zur Lippemündung in den Rhein bei Wesel führte die Messfahrt der Gewässerschützer. Schon im Quellteich der Lippe mussten die Umweltschützer mit 19,9 Milligramm pro Liter (mg/l) einen erhöhten Nitratwert feststellen. Im weiteren Verlauf des noch jungen Flusses stieg dieser Wert über 26,1 mg/l in Mantinghausen auf 27,2 mg/l in Hamm an. Nun verblieb die Belastung bis Haltern auf diesem hohen Niveau.  mehr


                                   
Nitratabbauendes Grundwasser weist hohe Gehalte an Eisen auf

Das mit dem Sickerwasser in den Grundwasserleiter eingetragene Nitrat kann während der Verweilzeit bei Anwesenheit von organischen Kohlenstoffverbindungen und/oder reduzierten Schwefel-Eisen-Verbindungen zu molekularen Stickstoff abgebaut werden, von welchen weder gesundheitliche noch ökologische Gefahren ausgeht“ kann man im Atlas zum Nitratstrom 1993 lesen. In vielen Bereichen in Deutschland in denen hohe Nitratkonzentrationen ins Grundwasser eingetragen werden, liegen noch solche Eigenschaften vor. Vor allem in weiten Teilen des Norddeutschen Tieflandes stellt man eine uneingeschränkte Denitrifikation im Grundwasser fest. Ein hoher Eintrag von Nitrat in diese Grundwasserleiter führt allerdings zu einem irreversiblen Verbrauch der reduzierenden Stoffe. Diese Beanspruchung eines Grundwasserleiters zur Denitrifikation ist endlich und unumkehrbar. Es besteht die Gefahr, dass der Nitratabbau, wenn die Kapazitäten erschöpft sind nicht mehr funktioniert. In diesem Fall würde sich dann die Nitratkonzentration im Grundwasser sehr schnell erhöhen. Um hier einen Überblick zu bekommen, ob wirklich wenig Nitrat ins Grundwasser ausgewaschen wird oder ob das Nitrat im Grundwasser abgebaut wird bestimmen wir bei den Grundwasseruntersuchungen auch immer die Eisenkonzentration. In den nächsten Monaten wird der VSR-Gewässerschutz seine Messwerte aus den letzten zwei Jahren auswerten. Über das Ergebnis werden wir berichten.

                      
VSR-Gewässerschutz veröffentlicht Karte zu den Nitratkonzentrationen im Grundwasser
Schwerpunktbereiche im Nordsee-Einzugsgebiet werden deutlich

Seit mehreren Jahrzehnten untersucht der VSR-Gewässerschutz die Flüsse, Bäche sowie das oberflächennahe Grundwasser im deutschen Einzugsgebiet der Nordsee. In seinem Projekt „Nitratbelastungen unserer Gewässer“ werden diese Daten im Hinblick auf die Eutrophierung der Nordsee ausgewertet. Eine der Ursachen dieser Überdüngung liegt im zu hohen Nährstoffgehalt der zufließenden Flüsse. Über 60 % der Nitratfrachten in Maas, Rhein, Ems, Weser und Elbe werden wiederum über das Grundwasser eingetragen. Daher werden neben den Flüssen auch die oberflächennahen Grundwasserleiter untersucht. Hier greifen die Gewässerschützer auf natürliche Quellen sowie auf von privaten Brunnennutzer dem Verein zur Verfügung gestellten Proben zurück. Die Ergebnisse aus den Jahren 2006 – 2010 wurden nun von der Dipl.-Kartographin Ulrike Vaasen in einer Karte dargestellt. mehr



                    
Aktion „Meeresschutz fängt im Binnenland an“ mit dem Labor- und Informationsschiff REINWASSER

Im August 2011 wird der VSR-Gewässerschutz mit seinem Laborschiff REINWASSER auf der Ems unterwegs sein. In verschiedenen Städten wollen die Gewässerschützer Bürger, Politiker und Landwirte informieren und mit ihnen diskutieren, wie die Nitratbelastungen der Nordsee, die ihre Quellen im Binnenland haben, reduziert werden können.
Die Aktion „Meeresschutz fängt im Binnenland an“  soll den Zusammenhang zwischen der industriellen Landwirtschaft im Einzugsgebiet der Ems und ihre Auswirkungen auf die Nordsee verdeutlichen. Um die Belastung zu Reduzieren ist dringend ein Umdenken notwendig. mehr


                                    

Hohe Nitratkonzentrationen im Grundwasser in Straelen - Bach im Tal der Sieben Quellen wie auch die Teiche an der Paesmühlestark belastet

Der VSR-Gewässerschutz führte Ende April 2011 Nitratanalysen im Tal der Sieben Quellen durch. Dabei wurde sowohl das Quellwasser als auch der Bach bis zu seinem Zufluss in den Leitgraben sowie die Teiche an der Paesmühle untersucht.

Die Teiche an der Paesmühle sind sehr stark nitratbelastet. Die Messungen ergaben 120,0 Milligramm pro Liter (mg/l) Nitrat beim Überlauf von dem oberen Teich in den unteren. Beim Auslauf des unteren Teiches lag der Wert immer noch bei 88,2 mg/l. mehr


                                      

Messfahrt des VSR-Gewässerschutz belegt extrem hohe Nitratbelastung in der Werse – Fazit: Massentierhaltungen reduzieren statt genehmigen

Die im März 2011 gemessenen sehr hohen Nitratwerte zwischen 30 und 40 Milligramm pro Liter (mg/l) in der Werse zeigen, dass die Politik dringend gefordert ist noch stärkere Anreize zur Umwandlung in eine bäuerlich ökologische Landwirtschaft zu setzen. Weitere Genehmigungen für Massentierhaltungen, bei denen es keine sinnvolle und finanziell tragbare Verwertung der anfallenden Gülle gibt, darf es nicht mehr geben. Nach den Vorgaben der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) soll das Wersewasser um einen guten Zustand zu erreichen höchstens 11 mg/l Nitrat aufweisen. Dieser Wert wird aber im gesamten Werseverlauf stark überschritten – ab Ahlen sogar um das dreifache. Von der Erfüllung der Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie, die einen guten Zustand der Gewässer verlangt, ist man damit noch weit entfernt. mehr


                                

Aktuelle Messfahrt auf dem Main zeigt dringenden Handlungsbedarf beim Grundwasserschutz – Nitrateinträge müssen auch außerhalb der Wasserschutzgebiete verringert werden

Vom Zusammenfluss der beiden Quellflüsse Roter und Weißer Main bis zur Mündung des Mains in den Rhein bei Wiesbaden führte im April 2011 eine Messfahrt vom VSR-Gewässerschutz. Hiermit wiederholten die Umweltschützer ihre große Untersuchung von vor 19 Jahren. „Die aktuellen Messungen zeigen deutlich, dass sich die Nitratbelastung kaum verringert hat. Lagen 1992 bei den Untersuchungen auf dem vereinseigenen Laborschiff REINWASSER die Messwerte des Mainwassers zwischen 14,0 und 22,0 Milligramm pro Liter (mg/l), so lieferte die aktuelle Untersuchung Belastungen zwischen 13,7 und 25,4 Milligramm.“ fasste Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende vom „Verein zum Schutze des Rheins und seiner Nebenflüsse“ (VSR-Gewässerschutz), die Ergebnisse zusammen. mehr
                              

Ergebnisse der Oder - Messfahrt bestätigen: Auen führen zur Verringerung der Nitratbelastung 

Im Oktober 2010 führte der VSR-Gewässerschutz eine Messfahrt an der Oder von Polecko bis Gryfino (Greifenhagen) durch. Bis Hohenwutzen lag die Nitratkonzentration weitgehend unverändert im Bereich um 11 Milligramm pro Liter. Erst ab Schwedt kam es zu einer Verringerung der Nitratkonzentration. Dies überrascht im ersten Moment, da der VSR-Gewässerschutz im Schwedter Raum sehr hohe Nitratkonzentrationen im Grundwasser festgestellt hat. So lag die Nitratbelastung im oberflächennahen Grundwasser in einem Drittel der untersuchten Proben oberhalb von 50 Milligramm pro Liter. Spitzenwerte in Criewen und Schwedt lagen sogar über 120 Milligramm. Dieses stark belastete Grundwasser sickert der Oder und ihren Nebenbächen zu und verursacht einen hohen Nitrateintrag. Dass die Nitratwerte im Oderwasser trotzdem sinken, liegt am Nationalpark Unteres Odertal. Hier wurde ein hoher Anteil der ursprünglichen Auen erhalten. Diese wirken als natürliche biologische Kläranlagen, die die Nährstoffe dem Oderwasser entnehmen. Die teilweise noch intakten Auen führen dazu, dass das Stettiner Haff durch die Oder mit weniger Nährstoffen belastet wird. mehr


Große Demo gegen Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporte

Anlässlich des Treffens der wichtigsten Agrarminister der Welt im Rahmen der Grünen Woche 2011 im Januar in Berlin, ruft ein breites Bündnis aus Umwelt- und Bioverbänden, Tierschutz- und Entwicklungshilfeorganisationen zur 1. großen Agrardemo auf. Die derzeitige Agrarpolitik bietet keine angemessene Lösung für den sich vollziehenden Klimawandel, den Verlust der biologischen Vielfalt und der Be­kämpfung des Welthungers. Eine artgerechte Tierhaltung sowie regionale Märkte kommen zu kurz. Unter dem Motto „Wir haben es satt!“ wird von der Politik ein Richtungswechsel gefordert. Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten - Ja zu bäuerlicher, ökologischer Landwirtschaft und fair produziertem Essen.
Geben auch Sie Ihrem Unmut Ausdruck und kommen Sie am 22. Januar 2011 nach Berlin! mehr

                   

Gewässerschützer untersuchten die Unstrut

250 Milligramm Nitrat pro Liter im Grundwasser von Sundhausen veranlasste die Mitglieder vom VSR-Gewässerschutz Untersuchungen der Unstrut und des Grundwassers in ihrem Einzugsgebiet durchzuführen. Im Mai und September 2010 waren die Gewässerschützer vor Ort und nahmen ihre Proben. Schon in der Unstrutquelle bei Kefferhausen lagen die Nitratkonzentration mit 26,5 Milligramm pro Liter Nitrat (mg/l) für ein Gewässer sehr hoch. Bis Bad Langensalza stieg die Nitratbelastung sogar noch bis auf 33.3 mg/l an. Diese hohe Belastung resultierte aus dem direkt der Unstrut zusickernden Grundwasser oder dem Zufluss belasteter Nebenbäche. Als Beispiel sei die Salza mit ihrem Nitratwert von 34,5 Milligramm genannt. Im weiteren Verlauf bis Sömmerda kam es dann zu einer geringfügigen Erholung. Bis zur Kreisstadt sank der Nitratwert auf 24,8 mg/l bevor er bis Artern wieder auf 33,3 Milligramm anstieg. Nach dem Zufluss der Helme mit ihren 14,6 mg/l stabilisierte sich die Nitratbelastung bis zur Mündung in die Saale bei 23 mg/l. mehr

        

Industrielle Biogasanlagen führen zur Nitratbelastung der Ems

Der VSR-Gewässerschutz fordert eine Begrenzung der von den Biogasanlagenbetreibern auf den Feldern aufgebrachte Gärrestmenge, damit das Grundwasser nicht belastet wird. Während bei der Massentierhaltung Gülle anfällt, entstehen in den Biogasanlagen Gärreste, die als Abfallprodukte über den Feldern entsorgt werden müssen. Dadurch werden in der Nähe der vielen Betriebe große Mengen Stickstoff auf die Felder aufgebracht. Diese werden durch Bodenbakterien zu Nitrat umgewandelt, das dann ins Grundwasser ausgewaschen wird. „Im Emseinzugsgebiet sprießen die Biogasanlagen wie Pilze aus dem Boden, so dass in immer mehr Regionen das Grundwasser übermäßig mit Nitraten belastet wird. Viele Grundwasserbereiche haben jedoch bereits heute zu hohe Nitratkonzentrationen.“, so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende des VSR-Gewässerschutzes. mehr
                               

Gärreste aus großen Biogasanlagen bedrohen das Grundwasser

In Biogasanlagen fallen neben dem gewünschten Gas zur Strom- und Wärmeerzeugung auch große Mengen an Gärresten als Reststoffe an. Diese werden als Dünger auf Wiesen und Äcker aufgebracht. „Doch genau dies wird zum Problem,“ so Harald Gülzow, „werden zu große Mengen dieser Gärreste aufgebracht, so kommt es zur Nitratbelastung des Grundwassers. mehr

       

Biogasanlagen und die Ausbreitung der Flächen für die Gewinnung von Biotreibstoff gefährden das Grundwasser  

In den vergangenen Jahren ist die Anbaufläche für Energiepflanzen wie Mais (als Rohstoff für Biotreibstoffe) und Raps (als Rohstoff für die Biogaserzeugung) rasant gewachsen. In den Biogasanlagen fallen große Mengen als Reststoffe aus der Vergärung an. Diese sind hochwertige Düngelmittel, doch ihre Zusammensetzung schwankt sehr stark, sodass sie allerdings schwieriger in ihrer Handhabung sind als mineralische Düngemittel. Die Gefahr einer Grundwasserverschmutzung durch Überdüngung steigt somit an. mehr

                     

Die Ruhr – ein deutscher Mittelgebirgsfluss wird durch die Landwirtschaft gebeutelt

Für die Trinkwasserversorgung stellen die Nitratkonzentrationen in der Ruhr kein Problem dar; der Trinkwassergrenzwert von 50 mg/l wird weit unterschritten. Aber ein guter Zustand, wie in der Wasserrahmenrichtlinie gefordert wird, ist bei diesen festgestellten Belastungen nur im Oberlauf zu erreichen. Nach den Vorgaben der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) dürfte das Ruhrwasser für einen guten Zustand höchstens 11 mg/l Nitrat aufweisen. mehr

                

VSR-Gewässerschutz stellt hohe Nitratbelastung in der Weser fest:
Algen und Schaum an den Nordseestränden sind die Folge

Die hohen Nährstoffeinträge in die Nordsee verursachen an den Stränden starke Algenentwicklungen, Wassertrübung und Schaumbildung. Ein großer Teil der Belastung stammt aus dem Binnenland und wird über die Flüsse in die Nordsee transportiert. Die Messfahrt vom VSR-Gewässerschutz im Dezember 2009 bestätigte, dass die Weser immer noch mit einer viel zu hohen Nitratkonzentration in der Nordsee mündet. mehr

               

Messfahrt vom VSR-Gewässerschutz belegt hohe Nitratkonzentrationen in der Aller - keine Massentierhaltungen mehr genehmigen

Im Mai dieses Jahres führte der VSR-Gewässerschutz eine Messfahrt an der Aller von der Quelle in Gehringsdorf bis zur Mündung in die Weser durch. Die höchste Nitratkonzentration stellten die Umweltschützer mit 61,8 Milligramm pro Liter (mg/l) im Quellteich der Aller fest. Bis Weferlingen verringerte sich die Belastung auf 22,9 mg/l, bevor der Wert in Oebisfelde wieder auf 29,6 mg/l anstieg. Ab hier sank die Nitratkonzentration bis Winsen auf 12,4 mg/l. Im weiteren Verlauf bis zur Mündung in Verden kletterte die Belastung wieder auf 13,8 mg/l. mehr
       

Messfahrt an der Niers bestätigt hohe Nitratwerte VSR-Gewässerschutz fordert von der zukünftigen Landesregierung kostenlose Bodenuntersuchungen für Landwirte und Gärtner

Eine Messfahrt an der Niers von Rheydt bis zur Mündung in die Maas bei Gennep führte der in Geldern ansässige VSR-Gewässerschutz im Rahmen des Projekts „Nitratbelastung der Gewässer“ Ende November 2009 durch. Nun liegen die Ergebnisse vor.  Ein guter Zustand wie in der Wasserrahmenrichtlinie gefordert wird, ist bei diesen festgestellten Belastungen nicht erreichbar. mehr          

                 

Messfahrt des VSR-Gewässerschutz stellt wiederholt hohe Nitratwerte im Neckar fest

Mehrere Messfahrten führte der VSR-Gewässer­schutz in den letzten Jahren am Neckar durch. Die letzte fand im April 2009 statt. Von Neckarsulm bei Heilbronn ging es dies­mal bis Heidelberg. Den höchsten Nitratwert stellten die Vereinsmitglieder mit 25 Milligramm pro Liter (mg/l) in Neckarsulm fest. mehr

                    

Umweltverbände fordert von Aigner die Umsetzung der vom Bundesrat beschlossenen Verordnung zur Kontrolle von Gülle

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und der VSR-Gewässerschutz sehen die neue Verordnung über das Inverkehrbringen und Befördern von Wirtschaftsdünger als einen Schritt in die richtige Richtung. „Endlich wird eine höhere Transparenz und eine Verbesserung der Kontrollmöglichkeiten bei der Entsorgung der Gülle auf den Feldern verlangt und somit die extreme Nitratauswaschung limitiert.“ so Harald Gülzow, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des BBUs. mehr

                      

Messfahrt vom VSR-Gewässerschutz belegt:
Massentierhaltungen führen zur Nitratbelastung der Ems

Anfang November 2009 führte der VSR-Gewässerschutz Untersuchungen an der Ems und einiger Nebenbäche durch. Von Rheda-Wiedenbrück bis zum Emssperrwerk südlich von Emden führte die Messfahrt. An der obersten Messstelle in der Ems in Rheda lag der Nitratwert mit 27 Milligramm pro Liter sehr hoch. Auf ihrem weiteren Lauf verringerte sich die Belastung etwas. So stellten die Gewässerschützer in Telgte 26 Milligramm, in Rheine 23 Milligramm und in Meppen 16 Milligramm fest. Diese deutliche Abnahme endete mit dem Zufluss der Hase. Bis Leer sanken die Nitratwerte nur noch geringfügig auf 14 Milligramm pro Liter. mehr

   

Überhöhte Stickstoffgehalte in Gartenböden 

Untersuchungsergebnisse in Bayern zeigen, dass zahlreiche Gartenböden außergewöhnlich reich mit Stickstoffen bevorratet sind: drei Viertel der Bodenproben enthielten 0,2 bis 1,3 % Gesamt-N in der Trockenmasse. Je höher der Stickstoff-gehalt des Bodens umso höher ist die Auswaschung ins Grundwasser. mehr

                 

Eutrophierung der Nordsee

Vor allem der küstennahe Bereich der Nordsee ist eutrophiert. Hauptgrund sind Stickstoffeinträge aus deutschen Flüssen, aber auch der Ferntransport von der englischen Küste und dem Rhein sowie atmosphärische Stickstoffeinträge (letztere mit einem Anteil von etwa 15 %). Deshalb wird dieses Gebiet als Problemgebiet (PG) eingestuft. Mit zunehmender Verdünnung zur Hohen See hin, nehmen die Eutrophierungsprobleme ab; die äußere Deutsche Bucht wird vor allem aufgrund der unsicheren Datenlage aus Vorsorgegründen als Potenzielles-Problem-Gebiet (PPG) eingestuft. Um eine Abnahme der Eutrophierung zu erreichen, ist vor allem eine weitere Reduktion der Stickstoffeinträge anzustreben. mehr  

       

REINWASSER – Mess- und Informationsfahrt

Im Juli / August 2009 war die REINWASSER auf dem Dortmund–Ems-Kanal und dem Mittellandkanal unterwegs. Nicht nur bei den Bürgern war das Interesse an den Informationsständen groß, sondern auch die Presse berichtete vor Ort über die Aktionen. Viele Journalisten interessierten sich für die Verknüpfung von Verbraucher- und Gewässerschutz bei der Analyse von privat gefördertem Grundwasser. Im Untersuchungsbereich zwischen Münster und Hannover haben wir hohe Nitratbelastungen im Grundwasser festgestellt; fast in jeder dritten untersuchten Brunnenwasserprobe lag die Nitratkonzentration oberhalb des Grenzwertes der Weltgesundheitsorganistion von 50 Milligramm pro Liter (mg/l). In 21 Brunnen wurde sogar der doppelte Wert von 100 mg/l überschritten. Auffällig war dabei, dass alle Brunnen im Raum zwischen Ems und Weser lagen. mehr

     

Meeresschutz fängt im Binnenland an: Um die Eutrophierung in der Nordsee zu reduzieren ist dringend ein Umdenken im Binnenland nötig

„Trotz eines stetig wachsenden Interesses sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Politik am Thema Meeresschutz sind noch keine gravierenden Fortschritte für die Erhaltung der Meereslebensräume zu erkennen. Versuche der deutschen Politik die Stickstoffbelastung in die Gewässer zu reduzieren war bis heute nicht wirklich erfolgreich. Dänemark ist da wesentlich weiter: In unserem nördlichen Nachbarland werden inzwischen mehr als 90 % der Düngeanwendungen im Frühling durchgeführt und dadurch wurde die Menge des ausgewaschenen Nitrats reduziert. Zusätzlich durch tierbesatzabhängige Stickstoffdüngerquoten ist es gelungen, den dänischen Stickstoffüberschuss um 48 % zu reduzieren. In Deutschland besteht immer noch dringender Handlungsbedarf. mehr

           

Aisch übermäßig mit Nitraten belastet

Im Juni 2009 untersuchten Mitglieder von VSR-Gewässerschutz die Aisch. Von ihrer Quelle bei Schwebheim bis zu ihrer Mündung in die Regnitz führte die Messfahrt. Schon der Quellbereich ist mit 48 Milligramm Nitrat pro Liter stark belastet. Auf ihrem 68 km langen Lauf verringert sich die Belastung nur geringfügig auf 32 Milligramm pro Liter. So stellten die Gewässerschützer in Bad Windsheim 40 Milligramm, in Bad Neustadt 36 Milligramm und in Höchstadt 32 Milligarmm fest. Das Ziel eines guten Zustandes ist bei den festgestellten Belastungen nicht erreicht. Für diesen lässt die Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) nur einen maximalen Nitratgehalt von 11 Milligramm pro Liter zu. Derart hohe Nitratwerte resultieren, wie die hohe Belastung im Quellbereich deutlich zeigt aus zusickerndem Grundwasser. mehr

   

REINWASSERfahrt auf der Havel im Sommer 2007

Die Fahrt des Laborschiffes REINWASSER führte 2007 auf die Havel, dem durch Berlin fließenden Nebenfluss der Elbe. Die Besatzung untersuchte Proben des Flusses sowie des flussbegleitenden Grundwassers zwischen Rathenow an der Unterhavel bis Oranienburg oberhalb von Berlin. Bei den Informationsständen u.a. in Brandenburg, Potsdam und Spandau wurden über die Ursachen und Folgen der Algen informiert. Schwerpunkt der Gespräche drehte sich um die Frage, wieso diese das Baden in der Havel trüben, da schon im Juli die Algen gut gedeihten. mehr

      

Natur pur und Badespaß im Weserarm? Aktionstag des VSR-Gewässerschutz und ROBIN WOOD in Bremen

Für diese Veranstaltung hatten „ROBIN WOOD“ und „VSR-Gewässerschutz“ im Vorfeld des europaweiten Badetages 2007 am 15. Juli viele Informationen rund um das Thema Wasserqualität in der Weser zusammengestellt. Auch wenn sie sich bei einigen Parametern so gebessert hat, dass Baden möglich ist, so gibt es doch noch einiges zu tun. mehr