VSR-Gewässerschutz warnt vor Gefahren für das Grundwasser – keine Zulassung von Fungiziden, die zusätzlich die Maiserträge steigern

Neuartige Mittel gegen Pilze im Maisanbau, sogenannte Fungizide, stehen in Deutschland kurz vor der Zulassung. „Wenn Pflanzenschutzmittel neben ihrer eigentlichen Wirkung zu einer zusätzlichen Ertragssteigerung führen, besteht die große Gefahr, dass sie übermäßig eingesetzt werden. Pflanzenbauberater befürchten zu Recht eine gesellschaftliche Ablehnung.“  so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz. Die Gewässerschützer fordern daher das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf die Risiken für die Grundwasserqualität durch den Einsatz dieser neuartigen Pflanzenschutzmittel genauestens zu überprüfen. Diese neuen Fungizide wie das Mittel „Retengo Plus“ sollen nach BASF über den "bisherigen und reinen" Pflanzenschutz hinausgehen und die Gesundheit und Vitalität der Pflanzen nachweislich steigern.  Auch der Konzern Syngenta hat mit „Quilt Xcel“ ein Produkt in der Entwicklung, das gegen Blattkrankheiten wirkt und bei dem zusätzlich eine physiologische Wirkung der Ertragssteigerung zu beobachten ist. mehr

                            

Mais – wohin das Auge blickt ! Wir zeigen die Auswirkungen im Grundwasser
Bereits 2010 lagen beim Silomais 30 % der EU-Anbauflächen in Deutschland. Damit ist Deutschland gefolgt von Frankreich Spitzenreiter im Anbau dieser Pflanze. Einerseits wird der Mais in der Massentierhaltung verfüttert. Andererseits wird er als Energiepflanze bei der Biogasproduktion eingesetzt. Da er in diesen Anlagen zu einer hohen Energieausbeute führt, sind schon viele Regionen von Maismonokulturen geprägt. mehr

                            

Industrielle Biogasanlagen führen zur Nitratbelastung der Ems

Der VSR-Gewässerschutz fordert eine Begrenzung der von den Biogasanlagenbetreibern auf den Feldern aufgebrachte Gärrestmenge, damit das Grundwasser nicht belastet wird. Während bei der Massentierhaltung Gülle anfällt, entstehen in den Biogasanlagen Gärreste, die als Abfallprodukte über den Feldern entsorgt werden müssen. Dadurch werden in der Nähe der vielen Betriebe große Mengen Stickstoff auf die Felder aufgebracht. Diese werden durch Bodenbakterien zu Nitrat umgewandelt, das dann ins Grundwasser ausgewaschen wird. „Im Emseinzugsgebiet sprießen die Biogasanlagen wie Pilze aus dem Boden, so dass in immer mehr Regionen das Grundwasser übermäßig mit Nitraten belastet wird. Viele Grundwasserbereiche haben jedoch bereits heute zu hohe Nitratkonzentrationen.“, so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende vom VSR-Gewässerschutz. mehr

                               

Gärreste aus großen Biogasanlagen bedrohen das Grundwasser

In Biogasanlagen fallen neben dem gewünschten Gas zur Strom- und Wärmeerzeugung auch große Mengen an Gärresten als Reststoffe an. Diese werden als Dünger auf Wiesen und Äcker aufgebracht. „Doch genau dies wird zum Problem,“ so Harald Gülzow, „werden zu große Mengen dieser Gärreste aufgebracht, so kommt es zur Nitratbelastung des Grundwassers. mehr

       

Biogasanlagen und die Ausbreitung der Flächen für die Gewinnung von Biotreibstoff gefährden das Grundwasser  

In den vergangenen Jahren ist die Anbaufläche für Energiepflanzen wie Mais (als Rohstoff für Biotreibstoffe) und Raps (als Rohstoff für die Biogaserzeugung) rasant gewachsen. In den Biogasanlagen fallen große Mengen als Reststoffe aus der Vergärung an. Diese sind hochwertige Düngelmittel, doch ihre Zusammensetzung schwankt sehr stark, sodass sie allerdings schwieriger in ihrer Handhabung sind als mineralische Düngemittel. Die Gefahr einer Grundwasserverschmutzung durch Überdüngung steigt somit an. mehr