VSR-Gewässerschutz warnt vor Gefahren für das Grundwasser – keine Zulassung von Fungiziden, die zusätzlich die Maiserträge steigern

Neuartige Mittel gegen Pilze im Maisanbau, sogenannte Fungizide, stehen in Deutschland kurz vor der Zulassung. „Wenn Pflanzenschutzmittel neben ihrer eigentlichen Wirkung zu einer zusätzlichen Ertragssteigerung führen, besteht die große Gefahr, dass sie übermäßig eingesetzt werden. Pflanzenbauberater befürchten zu Recht eine gesellschaftliche Ablehnung.“  so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz. Die Gewässerschützer fordern daher das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf die Risiken für die Grundwasserqualität durch den Einsatz dieser neuartigen Pflanzenschutzmittel genauestens zu überprüfen. Diese neuen Fungizide wie das Mittel „Retengo Plus“ sollen nach BASF über den "bisherigen und reinen" Pflanzenschutz hinausgehen und die Gesundheit und Vitalität der Pflanzen nachweislich steigern.  Auch der Konzern Syngenta hat mit „Quilt Xcel“ ein Produkt in der Entwicklung, das gegen Blattkrankheiten wirkt und bei dem zusätzlich eine physiologische Wirkung der Ertragssteigerung zu beobachten ist. mehr

                           

Rinder-Massentierhaltungen und ihre Folgen für die Gewässer

Insbesondere durch die Massentierhaltungen kommt es zu einem erheblichen Eintrag von Nitraten ins Grundwasser. Die diffusen Nährstoffquellen haben jeweils dort ihr Maximum, wo zu hohe Tierbestände auf austragungsgefährdeten Standorten gehalten werden. Die ist im gesamten Nordwesten Deutschland (Sandböden) und in einigen Gebieten des Alpenvorlandes (hohe Abflüsse) der Fall.“ so den „Daten zur Umwelt Ausgabe 2011“ vom Umweltbundesamt (UBA) zu entnehmen. mehr


                         

Messfahrt des VSR-Gewässerschutz belegt extrem hohe Nitratbelastung in der Werse – Fazit: Massentierhaltungen reduzieren statt genehmigen

Die im März 2011 gemessenen sehr hohen Nitratwerte zwischen 30 und 40 Milligramm pro Liter (mg/l) in der Werse zeigen, dass die Politik dringend gefordert ist noch stärkere Anreize zur Umwandlung in eine bäuerlich ökologische Landwirtschaft zu setzen. Weitere Genehmigungen für Massentierhaltungen, bei denen es keine sinnvolle und finanziell tragbare Verwertung der anfallenden Gülle gibt, darf es nicht mehr geben. Nach den Vorgaben der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) soll das Wersewasser um einen guten Zustand zu erreichen höchstens 11 mg/l Nitrat aufweisen. Dieser Wert wird aber im gesamten Werseverlauf stark überschritten – ab Ahlen sogar um das dreifache. Von der Erfüllung der Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie, die einen guten Zustand der Gewässer verlangt, ist man damit noch weit entfernt. mehr



Große Demo gegen Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporte

Anlässlich des Treffens der wichtigsten Agrarminister der Welt im Rahmen der Grünen Woche 2011 im Januar in Berlin, ruft ein breites Bündnis aus Umwelt- und Bioverbänden, Tierschutz- und Entwicklungshilfeorganisationen zur 1. großen Agrardemo auf. Die derzeitige Agrarpolitik bietet keine angemessene Lösung für den sich vollziehenden Klimawandel, den Verlust der biologischen Vielfalt und der Be­kämpfung des Welthungers. Eine artgerechte Tierhaltung sowie regionale Märkte kommen zu kurz. Unter dem Motto „Wir haben es satt!“ wird von der Politik ein Richtungswechsel gefordert. Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten - Ja zu bäuerlicher, ökologischer Landwirtschaft und fair produziertem Essen.

Geben auch Sie Ihrem Unmut Ausdruck und kommen Sie am 22. Januar 2011 nach Berlin! mehr

        

Messfahrt vom VSR-Gewässerschutz belegt hohe Nitratkonzentrationen in der Aller - keine Massentierhaltungen mehr genehmigen

Im Mai dieses Jahres führte der VSR-Gewässerschutz eine Messfahrt an der Aller von der Quelle in Gehringsdorf bis zur Mündung in die Weser durch. Die höchste Nitratkonzentration stellten die Umweltschützer mit 61,8 Milligramm pro Liter (mg/l) im Quellteich der Aller fest. Bis Weferlingen verringerte sich die Belastung auf 22,9 mg/l, bevor der Wert in Oebisfelde wieder auf 29,6 mg/l anstieg. Ab hier sank die Nitratkonzentration bis Winsen auf 12,4 mg/l. Im weiteren Verlauf bis zur Mündung in Verden kletterte die Belastung wieder auf 13,8 mg/l. mehr

                               

Messfahrt vom VSR-Gewässerschutz belegt:
Massentierhaltungen führen zur Nitratbelastung der Ems

Anfang November 2009 führte der VSR-Gewässerschutz Untersuchungen an der Ems und einiger Nebenbäche durch. Von Rheda-Wiedenbrück bis zum Emssperrwerk südlich von Emden führte die Messfahrt. An der obersten Messstelle in der Ems in Rheda lag der Nitratwert mit 27 Milligramm pro Liter sehr hoch. Auf ihrem weiteren Lauf verringerte sich die Belastung etwas. So stellten die Gewässerschützer in Telgte 26 Milligramm, in Rheine 23 Milligramm und in Meppen 16 Milligramm fest. Diese deutliche Abnahme endete mit dem Zufluss der Hase. Bis Leer sanken die Nitratwerte nur noch geringfügig auf 14 Milligramm pro Liter. mehr