Hohe Mengen des Korrosionsschutzmittel Benzotriazol in der Elbe gefunden

Das Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht fand insbesondere im März letzten Jahres hohe Konzentrationen von Benzotriazol in der Elbe. So wurden im Hamburger Hafen etwa 300 Nanogramm Benzotriazol pro Liter (ng/l) gemessen. Dieser Stoff ist schwer abbaubar, extrem gut wasserlöslich und für Wasserorganismen giftig. Da die Konzentration gerade am Ende des Winters hoch ist, erkennt man deutlich den Zusammenhang zu der Verwendung von Enteisungsmitteln, die insbesondere auf Flughäfen eingesetzt werden. mehr

                              

Recycling von Enteisungsmittel senkt die Belastung der Gewässer und stellt den Flugbetrieb sicher

Der VSR-Gewässerschutz fordert, dass alle Flughäfen über eine Recyclinganlage für das eingesetzte Enteisungsmittel verfügen müssen. „Maßnahmen zum Gewässerschutz können damit in Zeiten extremer Witterungsverhältnissen mit stark erhöhten Bedarf auch wirtschaftliche Vorteile bringen“, so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz. Während der Flughafen München aufgrund seiner Recycling-Anlage ungefähr 60 % des Enteisungsmittel zurückgewinnen und damit alle Flugzeuge enteisen konnte, gab es auf anderen Flughäfen massive Nachschubprobleme. In München werden die Maschinen auf einem speziellen Platz behandelt und möglichst viel der eingesetzten Chemikalien aufgefangen. Nach der Aufbereitung in einer Recyclinganlage können sie erneut verwendet werden. Dies gewährleistet die Flugsicherheit, geringere Kosten durch einen niedrigeren Verbrauch von Enteisungsmitteln und somit auch eine verbesserte Umweltverträglichkeit.
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